Features
Die künstliche Intelligenz von Wakfu
Wozu dient die KI?
Sie bringt die Kreaturen während der Kämpfe zum Leben. Ohne KI wäre kein Kampf mit den Kreaturen möglich! Außerhalb der Kämpfe übernimmt das Ökosystem diese Rolle. Der Server der KI bestimmt die Entscheidungen der Kreaturen, gibt ihnen ihren Charakter und personalisiert sie.
Wie funktioniert die KI?
Verhaltensprofil
Dieses Profil ist der Ursprung jeder Entscheidung während des Kampfes. Wenn der Server der KI die verschiedenen Konsequenzen zwischen zwei gleichzeitigen Handlungen ausrechnet, wird sie immer die aussuchen, die am besten mit dem Profil der Kreatur übereinstimmt.
Jede Kreatur besitzt ein Verhaltensprofil wie zum Beispiel:
- Aggressiver Nahkämpfer
- Kampf auf Entfernung
- Support
- Heilung
- Flucht
- Kamikaze (sucht nach Fallen)
- Etc.
Diese Profile können unbegrenzt und nach Bedarf kreiert werden. Aber Vorsicht! Sie können sich während eines Kampfes weiterentwickeln. So kann eine anfangs aggressive Kreatur am Ende des Kampfes passiv werden.
Entscheidungsparameter
Um eine vorhersehbare Reaktion der KI zu vermeiden und/oder euch den Kampf schwierig zu gestalten, benutzen wir, zusätzlich zu den Verhaltensprofilen auch Entscheidungsparameter. Durch sie werden die Regeln, an die sich eine Kreatur im Kampf hält, bestimmt.
Wenn eine Kreatur zum Beispiel einen sehr starken Zauber besitzt, wollen wir nicht, dass sie diesen ständig benutzt, sondern nur bei jeder zehnten Attacke, damit der Kampf unvorhersehbar bleibt. Die KI würde normalerweise die Attacke mit den meisten Schäden anwenden. Wegen der Entscheidungsparameter ist sie jedoch gezwungen, einen schwächeren Zauber anzuwenden.
Diese Art die Entscheidung zu beeinflussen ist ein wichtiges Element, vor allem in den Dungeon, da wir dem Spieler eine filmähnliche Erfahrung bieten möchten. Die verschiedenen Räume und Kreaturen sollen den Spieler ein unvergessliches Abenteuer erleben lassen, und nicht nur eine Folge von identischen Kämpfen.
Indem wir die KI so einstellen, hoffen wir, dass die Spieler sich noch mehr in diesen abenteuerlichen unterirdischen Phasen amüsieren werden. Jede Etappe ermöglicht es ihnen, eine neue, einmalige Erfahrung zu erleben.
In der Praxis
Hier eine praktische Beschreibung, wie eine KI während eines Kampfes funktioniert:
- 1 Die KI beginnt den Kampf.
- 2 Sie berücksichtigt alle Parameter der Kreatur und des Kampfes: das Verhaltensprofil, die Zauber, die Gegner, die Verbündeten, das Umfeld...
- 3 Sie simuliert alle strategischen Möglichkeiten und speichert jedes Szenario. Da die KI sehr leistungsfähig ist, kann sie tausende von Möglichkeiten bei jeder Handlung testen. Während der Simulation zieht die KI sogar die Entscheidung in Betracht, ihre Verbündeten zu verletzen, wenn dies zum Sieg führen wird! Jede Möglichkeit wird benotet.
- 4 Die KI vergleicht die verschiedenen Szenarien und entscheidet sich für die bestbenotete Handlung.
- 5 Wenn alle Handlungen schlecht benotet sind, wird eine Standardentscheidung angewendet. So wird vermieden, dass die KI zu lange nachdenkt und die Spieler somit zu lange warten müssen.
Ein praktisches Beispiel
Eine Gewissensfrage
"In einem Kampf kann eine Kreatur eine andere, verbündete Kreatur angreifen, wenn dies für seine Kampfstrategie interessant ist."
Hier haben wir eine sehr einfache Handlung für einen Menschen, die jedoch viel komplizierter für eine KI ist. Ihr Hauptziel ist vor allem die Optimierung und der Schutz ihrer Verbündeten.
Wie also eine Handlung auswählen, ohne daß diese eine direkte Auswirkung auf die LP hat? Bei einem Zauber der zum Beispiel Kreaturen "wegstößt", können verschiedene Entfernungen ausgewählt werden. Mit diesen Berechnungen können die Konsequenzen der direkten Handlung auf verschiedenen Niveaus abgeschätzt werden.
Zum Schluss wird der Kreatur bewusst, daß das Opfer dieser kleinen verbündeten Kreatur direkt neben dem Spieler auch beim Spieler Schaden anrichten wird, um ihn dadurch zu töten.
Die Zukunft der KI in Wakfu
Kommunikation zwischen den Kreaturen
In den zukünftigen Weiterentwicklungen wollen wir ein Kommunkationssystem zwischen den Kreaturen einführen. Ziel ist es, Gruppenstrategien aufzubauen, so dass die Kreaturen sich Richtlinien geben können.
Beispiel : Ihr habt einen Fresssack-Anführer und zwei Fresssäcke. Wenn der Fresssackanführer befiehlt, den Spieler Nr. 1 anstelle vom Spieler Nr. 2 anzugreifen, müssen die beiden Fresssäcke ihm gehorchen und den Spieler Nr. 1 angreifen. Wenn jedoch einer der Fresssäcke anordnet, den Spieler Nr. 1 anzugreifen, wird der Fresssack-Anführer ihn ignorieren, während der andere Fresssack ihm vielleicht Folge leisten wird.
Aber auch wenn der Fresssack-Anführer etwas anordnet, hat jede Kreatur, entsprechend ihres Profils, die Möglichkeit ungehorsam zu sein.
Auf jeden Fall wird so in den Kämpfen dem Spieler eine neue strategische Dimension geboten, mit Kreaturen, die abwechslungsreiche, unvorhersehbare Strategien aufbauen können.
Veränderung des Verhaltens
Damit sich Wakfu noch unvorhersehbarer und somit interessanter gestaltet, wird das Profil der KI einer Kreatur während eines Kampfes geändert werden können.
Beispiel: Die Osamodas besitzen eine Reihe von Zaubern um ihren Kreaturen Befehle zu geben: dieses Ziel angreifen, verteidigen, verarzten Die Kreatur wird unabhängig von ihrem Profil gehorchen. Mit jedem Zauber wird es also eine Veränderung des Verhaltens der Kreatur geben.
Ein WuWulf ist von Natur aus aggressiv und tollpatschig. Bekommt er den Befehl, Beschützer zu werden, muss er trotzdem seinen tollpatschigen Stil beibehalten.
Glacialena
Community Manager
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